CastleRock 11: Ein starkes Stück Ruhrgebiet
Schloß Broich, 5.6.2010
Nachdem schon am Freitag die Menge kaum zu halten war, wurde es am Samstag noch besser. Der Burghof feierte, die Bands waren ausnahmslos Klasse, das Wetter genial und Michael Bohnes schaffte es wieder einmal, mit einer fast einzigartigen Mischung aus Newcomern und Top-Acts ein tolles Festval auf die Beine zu stellen.
CastleRock hat wieder bestätigt, dass ein starkes Stück Ruhrgebiet in einem Burghof stecken kann. Bands wie Megaherz und Eisbrecher am Freitag sowie Mono.inc, Diary of Dreams und Letzte Instanz verprachen im Vorfeld schon viel und haben es auch bestätigt.
Am Samstag begannen “Eden weint am Grab” mit düsterem Sound, aber es kam schon sehr gut an bei dem nun stetig eintreffendem Publikum. Weiter ging es mit Seelenzorn, deren 3 (!) Sänger eine gute Performance boten. Die Freunde der schnellen und harten Gangart wurden von “The Vision Bleak” erfreut. “Krypteria” um Sängerin Ji-In bot dem Publikum eine starke Leistung, bevor Mono.Inc die erste Zugabe geben mussten. Der Burghof war bei den Hamburgern nicht mehr zu halten. Diary of Dreams spielten Ihren melodischen Rock vom Feinsten, bevor die “Letzte Instanz” den krönenden Abschluss eines wieder genialen Castle Rock machte. Man freut sich jetzt schon auf 2011.
(Hinweis: sollte ein Album doppelt angezeigt werden, liegt das leider am Plugin. Ich arbeite dran:-) )
Nachtrag: Ich vergebe nicht gern “Punkte”, aber der Preis des besten Drummers des Wochenendes geht eindeutig an:
S.C. Kuschnerus von Krypteria, dahinter gleich Katha Mia von Mono.Inc. Das war nicht einfach trommeln, das ist Leidenschaft. Kuschi zelebriert, hat Spass, er spielt nicht einfach nen Takt, er erlebt den, das macht es zu etwas besonderem.
Beste Stimmung: Mono Inc, ganz klar. der “passenger” war der Hammer, hatte Gänsehaut bekommen bei dem Lied, nur vom Wohlfühlfaktor her
Bestes Intro: Alex “Der Checker” mit Eisbrecher: EISZEIT
Beste Performance: Letzte Instanz
Schönste Ballade: Diary of Dreams
Überraschung des Festivals für mich: Seelenzorn
Hübschester Künstler: Ji-In
Am Allerbesten: Das Publikum
Ich gehe auf Schalke, zu Punk/Oi-Konzis, grossen Dingern wie letztes Jahr AC/DC, aber eine solch ruhige,der Musik eingestellte Audience erlebt man leider sehr selten.
Und man kann es nur wiederholen: Der Veranstalter hat ein Gespür nicht nur für gute Musik. Die Preise sind moderat, Futter und Getränke nicht die Welt. Man muss nicht in die Innenstadt rennen in der Pause, um günstig was ergattern zu können.
Und der Kontakt zu den Bands ist wohl fast einzigartig zu nennen. Fotos, Autogramme, alles möglich.
Danke noch mal an die Veranstalter!!!